Mit „Stadt – Land – Bund“ informiert zur Bundestagswahl

Vor der Bundestagswahl hat die Kolpingjugend Politiker*innen zu zwei Online-Abenden unter dem Motto „Stadt – Land – Bund“ eingeladen. In Anlehnung an den Spieleklassiker „Stadt – Land – Fluss“ wurden per Zufallsprinzip Themen ausgewählt und in eine Tabelle, die Umsetzungsideen der Parteien und den Mehrwert für junge Menschen abfragte, eingetragen. Politiker*innen verschiedener Parteien spielten miteinander. Der inhaltliche Fokus des Formats lag auf Themen, die junge Menschen interessieren.

Am 30.08. diskutierten Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Die Grünen, Wahlkreis Münster) und Karlheinz Busen (FDP, Wahlkreis Borken II) miteinander. Es wurden per Zufallsprinzip bzw. Abstimmung mit den Teilnehmer*innen die Themen Bildung, Partizipation von Kindern und Jugendlichen, Digitalisierung und Geschlechtergerechtigkeit im Laufe des Abends behandelt. Während sich die Grünen bei der Frage nach Partizipation für eine Wahlalterabsenkung auf 16 Jahre aussprachen, war die FDP gegen die Absenkung des Wahlalters, weil bei Jüngeren kein Interesse an Wahlen bestehe. Auch bei anderen Themen gab es unterschiedliche Haltungen zwischen den beiden Parteien. Diese führten zu einer sehr lebendigen und spannenden Diskussion. Einig waren sich FDP und Grüne bei der Forderung nach einer schnelleren Digitalisierung.

Am 15.09. kamen Svenja Schulze (SPD, Wahlkreis Münster) und Kathrin Vogler (DIE LINKE, Wahlkreis Steinfurt III) miteinander zu jugendpolitischen Themen ins Gespräch. Zufällig wurden die Themen Flucht, Migration & Integration, Kinderrechte, Gesundheit & Corona sowie Nachhaltigkeit ausgewählt. Beim Thema Nachhaltigkeit kritisierte DIE LINKE, dass die Bundesregierung in der EU oftmals gebremst habe. DIE LINKE setze sich hierbei für den Ausbau erneuerbarer Energien ein, sodass schnellstmöglich Klimaneutralität erreicht werden könne. Auch für die SPD ist das Thema Nachhaltigkeit wichtig – es sei „die größte Aufgabe des nächsten Kanzlers“, so Schulze.

Mit den beiden Online-Abenden wurden Stunden für die Aktion „Zukunftszeit“ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gesammelt. Im Zuge der Aktion geht es darum, in den Jugendverbänden 35.000 Stunden (entspricht dem zeitlichen Umfang einer Legislaturperiode) zu sammeln, die sich aus Aktionen zu einem vielfältigen Deutschland zusammensetzen.

Die kompletten Aufzeichnungen der Online-Abende stehen unter https://www.youtube.com/c/KolpingjugendDi%C3%B6zesanverbandM%C3%BCnster für Interessierte bereit.

Text: Britta Spahlholz; Bild: www.pixabay.com / Thomas Ulrich

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