Erfolgreiches Match beim Speeddating

Marie und Christian (Namen von der Red. geändert) sind glücklich. Das sieht man ihnen an. Beide strahlen, wenn sie von ihrem Kennenlernen und ihrer Liebe erzählen. Gerade richten die Endzwanziger ihre erste gemeinsame Wohnung ein und freuen sich auf das Zusammenleben ohne Distanz.
Ihre Geschichte nahm ihren Anfang bei einem Speeddating in Coesfeld Anfang Februar 2020. Dazu hatten Christina Huster, Diözesanleiterin der Kolpingjugend, und Pastoralreferent Daniel Gewand vom Projekt frei.raum.coesfeld junge Erwachsene eingeladen. „Es hat mich anfangs Überwindung gekostet. Ich habe lange überlegt, ob ich mich anmelden soll. Aber dann habe ich gedacht, dass ich nichts zu verlieren habe und bin hingegangen“, blickt Marie zurück. Eine Entscheidung, die ihr Leben veränderte. Christian hatte bereits an einigen Veranstaltungen von frei.raum.coesfeld teilgenommen. „Auf was ich mich einlasse, war mir allerdings auch nicht klar. Aber ich habe mich sofort wohlgefühlt und viele interessante Gespräche in kurzer Zeit geführt“, sagt er. 13 Dates im Fünf-Minuten-Takt. Eine Herausforderung. „Man bekommt aber schnell einen Eindruck, ob es passt oder nicht. Wir beide hätten auf jeden Fall direkt länger miteinander sprechen können“, sagt Christian und blickt Marie an. „Ja, auf jeden Fall“, bestätigt sie und fügt hinzu: „Wir sind auch anders in das Gespräch eingestiegen. Unsere Namen und Berufe waren erstmal nebensächlich. Wir haben schnell gemeinsame Themen gefunden.“
Noch am gleichen Abend erhielten sie von Daniel Gewand eine Information. Beide hatten auf ihrem Rückmeldebogen angekreuzt, dass sie sich einen weiteren Kontakt vorstellen könnten. Und so folgte, was folgen musste. Die Beiden haben Mails ausgetauscht, telefoniert, sich auf einen Kaffee und einen Spaziergang verabredet, zusammen gekocht und einander kennengelernt. „Es war nicht Liebe auf den ersten Blick. Sie ist immer mehr gewachsen“, berichtet Marie. Irgendwann war für beide klar: Wir gehören zusammen. Viel Zeit haben sie zusammen verbracht, denn inzwischen hatte die Corona-Pandemie die Welt im Griff. „Wir haben im Homeoffice gearbeitet. Da waren wir dann mal bei Marie oder bei mir in der Wohnung“, berichtet Christian. Auch einen gemeinsamen Wanderurlaub haben sie genossen. „Jetzt muss Christian nur ein bisschen langsamer wandern“, sagt Marie und lacht.
Das Paar genießt das Leben zu zweit. „Alles ist viel schöner. Man holt die Brötchen morgens nicht nur für sich selbst, sondern es freut sich noch jemand darauf. Man ist nicht allein, wir schmieden gemeinsam Pläne. Gerade jetzt in der Coronazeit ist das extrem viel wert“, betont Christian.
Besonders dankbar sind sie Daniel Gewand. „Ohne frei.raum.coesfeld hätten wir uns wahrscheinlich nicht kennengelernt. Wir haben Daniel später geschrieben, dass wir zusammen sind. Wir fühlen uns ihm verbunden“, berichtet Marie. Und wenn das Paar die Geschichte ihres ersten Treffens erzählt, erhält es zahlreiche positive Rückmeldungen. „Viele Freunde hoffen, dass noch einmal ein Speeddating von frei.raum.coesfeld stattfindet. Dann wollen sie mitmachen“, hat Marie aus ihrem Bekanntenkreis erfahren.
Das müssen Marie und Christian nicht mehr. Sie feiern dafür erstmalig gemeinsam am Valentinstag. „Wir haben uns natürlich auch für die Tüten-Aktion von frei.raum.coesfeld angemeldet“, wirft Christian schnell noch ein.

Text: Michaela Kiepe, Bild: Bischöfliche Pressestelle

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