Stell dir vor, du sitzt in einem Bus, der sich langsam durch die morgendlichen Straßen schlängelt, während die Sonne gerade erst aufgeht. Genau so begann unser Abenteuer am 3. August, als wir – 23 junge Menschen aus unserem Bistum – uns auf den Weg nach Taizé machten. Eine Woche voller neuer Erfahrungen, tiefer Gespräche und einer unglaublichen Gemeinschaft lag vor uns.

 

Unsere Reise startete in den frühen Morgenstunden, mit Halten in Moers und Karlsruhe, bevor wir schließlich gegen 20 Uhr in Taizé ankamen. Die Aufregung und Vorfreude auf die kommenden Tage war bei jedem spürbar, als wir herzlich begrüßt wurden. Nach einem kurzen Abendgebet und einer Stärkung machten wir uns daran, unsere Baracken zu beziehen und Zelte aufzubauen. Der erste Tag war lang, aber die Vorfreude auf das, was vor uns lag, ließ uns die Müdigkeit schnell vergessen.

 

Am Sonntag ging es gleich aktiv weiter: Wir halfen den Freiwilligen vor Ort, die ankommenden Gruppen zu begrüßen und unterzubringen. Es war beeindruckend, wie viele Jugendliche und junge Erwachsene sich in dieser Woche auf dem Hügel in Taizé versammelten – insgesamt waren es rund 3500! Unsere Aufgabe war es, den Neuankömmlingen zu zeigen, wo sie schlafen würden und welche Jobs sie übernehmen konnten. Es war ein tolles Gefühl, Teil dieser großen Gemeinschaft zu sein und mit anzupacken.

 

Am Montag startete dann das volle Programm. Es war eine extrem heiße Woche, und es gab Momente, in denen die Hitze sogar unsere Badelatschen am Boden festklebte. Aber das hinderte uns nicht daran, Ausflüge nach Cluny und Ameugny zu machen, Freundschaftsbänder zu knüpfen, Karten zu spielen oder Yoga zu machen. Besonders schön war es, wie schnell wir neue Leute kennengelernt und Freundschaften geschlossen haben. Der Mittwochabend stand dann ganz im Zeichen eines gemeinsamen Pub-Quiz – es war witzig und hat die Stimmung in unserer Gruppe noch einmal richtig angeheizt.

 

Ein besonderes Highlight der Woche war die Aufnahme eines neuen Bruders in die Gemeinschaft. Die Zeremonie war nicht nur interessant, sondern auch unglaublich ergreifend. Es war ein Moment, der uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Außerdem hatten wir am Freitagabend die Gelegenheit, an einem orthodoxen Gebet teilzunehmen. Für viele von uns war das eine ganz neue Erfahrung, und es war spannend zu sehen, wie unterschiedlich Gottesdienste gestaltet werden können.

 

Die Woche verging viel zu schnell, und als wir am Samstag wieder die Rückreise antraten, war eines für uns alle klar: Wir kommen wieder! Diese Tage in Taizé waren geprägt von Freundschaft, viel Lachen und einem stärkenden Austausch. Wir haben nicht nur neue Freunde gefunden, sondern auch uns selbst ein Stück besser kennengelernt. Es war eine Zeit, die uns gezeigt hat, wie wertvoll Gemeinschaft und Zusammenhalt sind – und das nehmen wir mit in unseren Alltag.

 

Bis zum nächsten Mal, Taizé!