Kolpingjugend fordert mehr Freiräume für Kinder und Jugendliche

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter den knapp 50 Delegierten und Gästen der Kolpingjugend, die anlässlich der Frühjahrs-Diözesankonferenz vom 17. bis 19. April in der Kolping-Bildungsstätte in Coesfeld tagten: Neben zahlreichen Beschlüssen, u.a. der Beteiligung am Bündnis für Freiräume, stand auch die Wiederwahl von Diözesanleiterin Maximiliane Rösner auf der vollen aber auch erfolgreich behandelten Tagesordnung.

Schwungvoll und mit viel Motivation ging es bereits am Freitagabend zum Konferenzstart los. Nach der Einführung in die Konferenz und einem kurzen Ausblick auf den im September anstehenden Kolpingtag „MUT TUT GUT“ in Köln, zu dem sich über 150 Mitglieder der Kolpingjugend aus dem Bistum Münster angemeldet haben stand das „Battle of the Regions!“ auf dem Programm. Die Verantwortlichen für Regionen hatten für die Vertreterinnen und Vertreter der Ortsgruppen eine Aktion organisiert, bei der die unterschiedlichen Regionen gegeneinander antraten: Ein spielerisches Duell, bei dem es darum ging Dekoration für den eigenen Snack-Teller zu gewinnen und diesen im Anschluss möglichst gut aufzubereiten. Im Ergebnis siegte die Region Borken/Nordkreis Coesfeld bei diesem Duell, das damit thematisch völlig passend an die kulinarischen Aktivitäten aus dem „Crime Cooking“ anknüpfte.

Mit einem inhaltlichen Schwerpunkt setzten sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen am Samstag auseinander. Es galt über die Forderungen des Bündnisses für Freiräume, eine Initiative des Landesjugendrings NRW (siehe www.buendnis-fuer-freiraeume.de), und weitere mögliche Forderungen nach Freiräumen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, zu diskutieren und Ideen zur Umsetzung zu entwickeln. „Verkürzte Schulzeiten, verschulte Studiengänge, wenig Anerkennung und Platz für Jugendliche im öffentlichen Raum: Jeder kennt Beispiele aus dem eigenen Umfeld, die Anlass für eine Auseinandersetzung mit den Forderungen des Bündnisses geben, Grund genug uns auseinanderzusetzen und nun anzuschließen!“, so Diözesanleiter Paul Schroeter.

Beschlüsse über die Ergebnisse des Samstags wurden gleich zu Beginn des Sonntags gefasst. Neben einer Podiumsdiskussion und einer öffentlichkeitswirksamen Aktion sind eine Prüfung der Erweiterung des Angebotsprofils der Kolpingjugend sowie die Formulierung einiger Forderungen in der politischen Interessenvertretung der Kolpingjugend geplant. Weiterhin beschloss die Konferenz die Einrichtung eines Fonds „Junge Menschen“ in der Kolping-Stiftung Diözesanverband Münster. „Mit dem Fonds wollen nachhaltig Projekte der Jugendarbeit unterstützen, im Heute anfangen an Morgen zu denken!“, so Diözesanleiterin Maximiliane Rösner, die sich für dieses Vorhaben der Kolpingjugend verantwortlich zeichnet. In weiteren Anträgen verabschiedete die Kolpingjugend eine neue Wahl- und Geschäftsordnung und beschloss die Prüfung einer Fahrt zum Weltjugendtag nach Krakau 2016.

Nach intensiver Ideenentwicklung und Diskussionen eröffnete eine Heilige Messe unter musikalischer Begleitung der effata[!]-Band das Abendprogramm. Unter dem Motto „LAS VEGAS“ konnten später, nach Empfang, Buffet und Showprogramm, auch einige Spieltische bespielt werden.

Mit den Wahlen schloss die Diözesankonferenz am Sonntagmorgen. Maximiliane Rösner, Mitglied der Kolpingsfamilie Münster-Zentral, Studierende der Rechtswissenschaften und seit 2011 Diözesanleiterin wurde mit großer Mehrheit für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. Mit Themen wie Partnerschaftsarbeit und aktuell geplanten Begegnungsprojekt Uganda oder dem durch die Konferenz beschlossenen Fonds für „Junge Menschen“ in der Kolping-Stiftung begründet Rösner die Entscheidung zu einer weiteren Amtszeit, für welche sie große Unterstützung von der Konferenz bekam. Christine Hilgensloh (Enniger) verstärkt zukünftig das Motivationsteam, Sarah Hönisch wurde als Mitglied im Motivationsteam verabschiedet.

Die Diözesankonferenz ist das höchste beschlussfassende Gremium der Kolpingjugend Diözesanverband Münster. Die Konferenz tagt zweimal jährlich mit Vertreterinnen und Vertretern der knapp 7000 Mitglieder der Kolpingjugend aus rund 100 Kolpingsfamilien mit Kolpingjugend im Bistum Münster.

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