Diözesankonferenz diskutiert und bewegt Strukturen und Politik

Paul Schroeter (Enniger) ist neuer Diözesanleiter der Kolpingjugend, Diözesanleiterin Selina Kraskes (Münster) und Diözesanleiter Simon Handrup (Ascheberg) sind für eine zweite Amtszeit wiedergewählt – mit diesen Ergebnissen bildete der Punkt Wahlen einen besonderen Schwerpunkt der diesjährigen Frühjahrskonferenz der Kolpingjugend Diözesanverband Münster, die mit 45 Delegierten und Gästen am vergangenen Wochenende im sauerländischen Olpe tagte. Erstmalig war die Kolping-Ferienstätte REGENBOGENLAND das Tagungshaus der Diözesankonferenz und damit Ziel der Delegierten und Gäste aus den rund 100 Kolpingjugend-Gruppen im Bistum Münster.

Während Selina Kraskes (Münster) und Simon Handrup (Ascheberg) nach zweijähriger Amtszeit erneut in die Diözesanleitung gewählt wurden, trat Paul Schroeter (Enniger) erstmalig zur Wahl an. Der 20-jährige Theologiestudent lebt in Münster und ist bereits seit zwei Jahren in unterschiedlichen Funktionen im Diözesanverband aktiv. Gemeinsam mit Diözesanleiter Dennis van Deenen, Diözesanleiterin Maximiliane Rösner und Diözesanpräses Franz Westerkamp bleibt damit aktuell lediglich eine Position in der ehrenamtlichen Diözesanleitung unbesetzt. Neben den Wahlen zur Diözesanleitung wurde Sarah Hönisch als Mitglied des Motivationsteams, dem Team zur Gewinnung Ehrenamtlicher,  gewählt.

Einen der inhaltlichen Schwerpunkte bildete die Auseinandersetzung mit der anstehenden Satzungsänderung im Kolpingwerk. Mit einem deutlichen Votum der Diözesankonferenz wird sich die Diözesanleitung bei den anstehenden Satzungsdiskussionen für eine hauptamtliche Leitung des Jugendreferates mit politischem Mandat aussprechen. Hinsichtlich der Beschlussfähigkeit der Diözesankonferenz sprachen sich die Delegierten für die aktuelle Form und damit Fortsetzung einer Regelung mit Prüfung der Anzahl an stimmberechtigten Delegierten und vertretenden Ortsgruppen, zur Sicherstellung der Basisdemokratie aus. Diese Wünsche sollen durch die Diözesanleitung in die weitere Satzungsbearbeitung im Kolpingwerk eingebracht werden.

Die in diesen Monaten, anlässlich der Kommunalwahlen, durchgeführte jugendpolitische Aktion „ZEHN METER für JUGEND in DEINEM ORT!“ brachte sprichwörtlich „Bewegung“ in die Diözesankonferenz. Mit dem Aktionsmodul Bungee Run tourt derzeit ein Projektteam durch den Diözesanverband Münster und besucht Ortsgruppen, um Jugendliche und junge Erwachsene sowie Politikerinnen und Politiker aus der Kommunalpolitik „in Bewegung“ und miteinander in den Dialog zu bringen. Die Anwesenden konnten die Aktion während der Diözesankonferenz selbst ausprobieren und sich über Rahmenbedingungen und Durchführung der Aktion informieren. Besinnlicher aber nicht unbedingt weniger bewegend ging es bei den Impulsen zum Motto „berührt. bewegt. bestärkt.“ zu. Die am 31. August 2014 in Münster geplante große Wallfahrt des Kolping-Diözesanverbandes wirft ihre Schatten voraus und das verantwortliche Team der Kolpingjugend stellte die geplanten Ansätze unter dem Titel „Bereich[erung] für Dich!“ vor. Junge Kirche und die Motivation zur Auseinandersetzung mit dem was junge Menschen „berührt. bewegt. bestärkt.“ oder was junge Menschen „berühren. bewegen. bestärken.“ können, steht im Fokus des Angebotes, rund um die Petrikirche.

Mit der Auseinandersetzung mit einem Antrag zur Auflösung des Projektarbeitskreises fair & mehr schloss die Diözesankonferenz am Sonntag. Der thematische Schwerpunkt des Projektarbeitskreises in den Bereichen des Beschlusses „Gerechte Arbeitsbedingungen – weltweit!“ sowie der Partnerschaftsarbeit wird zukünftig von der Diözesanleitung weiter verantwortet. Kreativ wurden die Delegierten in der Weiterentwicklung des Verbandsmagazins Ko-Pilot: Das Magazin für Verantwortliche soll in diesem Jahr redaktionelle und gestalterische Änderungen erfahren, die Delegierten brachten sich mit ihren Ideen und Wünschen für eine Weiterentwicklung ein.

Die Diözesankonferenz der Kolpingjugend ist das höchste beschlussfassende Gremium des katholischen Jugendverbandes, der 7000 Mitglieder in rund 100 Ortsgruppen des Bistums Münster zählt. Das Gremium tagt zweimal jährlich im Frühjahr und im Herbst.

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