Diözesankonferenz beschließt inhaltliche Projekte der Kolpingjugend

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Mit Beschlüssen zur weiteren Stärkung der Präventionsarbeit, der Forderung nach gerechten Arbeitsbedingungen weltweit sowie der Einführung seiner neuen Arbeitskreise zur inhaltlichen Arbeit, schloss am vergangenen Sonntag die Herbst-Diözesankonferenz der Kolpingjugend Diözesanverband Münster. Das höchste beschlussfassende Gremium der Kolpingjugend hatte seit Freitag mit rund 50 Delegierten und Gästen in der Kolping-Bildungsstätte in Coesfeld getagt.

Ausgangspunkt für die Beschlüsse zu den zukünftigen inhaltlichen Schwerpunkten stellte die Einführung einer neuen Gremienstruktur dar. Das bisherige Schwerpunktthema „Wir sind Kolping?!“ wird zukünftig von einem Projektarbeitskreis verantwortet, welcher nach Reflektion der Absage des Projektes WALZ13, das für Sommer diesen Jahres geplant war, eine andere Form der Auseinandersetzung mit Selbstverständnis und Leitsätzen der Kolpingjugend entwickeln wird. In Kooperation mit dem Kolpingwerk findet im kommenden Jahr unter dem Titel „berührt. bewegt. bestärkt“ eine große Diözesanwallfahrt nach Münster statt. Es wurde ein Projektarbeitskreis zur Vorbereitung der Elemente für die Kolpingjugend eingerichtet. Weiterhin werfen die in 2014 anstehenden Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen ihre Schatten voraus: Ein Projektarbeitskreis mit dem Namen „Kommunal egal?“ verantwortet die Umsetzung von jugendgerechten Projekten, welche in Kooperation mit den Ortsgruppen der Kolpingjugend durchgeführt werden.

„Gerechte Arbeitsbedingungen – weltweit!“

Mit einem Planspiel, in dem beispielhaft die Arbeitsbedingungen für die Herstellung von Handys betrachtet wurden, und einer weitergehenden inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Frage nach „gerechten“ Arbeits- und fairen Produktionsbedingungen haben sich die Delegierten im Konferenzverlauf mehrfach beschäftigt. Ergebnis ist eine Positionierung der Kolpingjugend, welche sich zukünftig verstärkt für gerechte Arbeitsbedingungen einsetzen möchte. „Nahezu täglich sind Berichte über unfaire Arbeits- und Produktionsbedingungen in den Medien. Wir sehen es als unsere Aufgabe, uns mit diesem Thema auseinanderzusetzen und uns für Wege zur Lösung dieser oftmals Sozialen Fragen, im Sinne unseres Verbandsgründers, einzusetzen“, so Diözesanleiterin Maximiliane Rösner. Der gleichzeitig eingerichtete Projektarbeitskreis „fair & mehr“ wird dieses Thema, neben dem Thema der Partnerschaftsarbeit, weiter verantworten und in Kolpingwerk und Kolpingjugend tragen.

Nach erfolgreichem Start: Präventionsarbeit weiter stärken!

Ein erfolgreiches Zwischenfazit zogen Diözesanleitung und Delegierte zur Umsetzung der Präventionsordnung des Bistums Münster: „Über 430 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind in weniger als 12 Monaten geschult worden, das ist ein guter Einstieg in die Implementierung des Themas Prävention von sexualisierter Gewalt in Kolpingjugend und Kolpingwerk!“, stellte Selina Kraskes als verantwortliche Diözesanleiterin zur Diözesankonferenz fest. Die Kolpingjugend-Präventionskampagne gib8! wird daher auch im kommenden Jahr fortgesetzt. Mit einem Antrag an die Diözesanversammlung des Kolpingwerkes fordert die Diözesankonferenz der Kolpingjugend auch das Kolpingwerk zur Unterstützung bei der verstärkten Auseinandersetzung mit diesem Thema auf.

Strukturen aktuellen Formen von Engagement angepasst

Erstmalig wurde ein Motivationsteam gewählt, welches an Stelle des bisherigen Wahlausschusses tritt und Jugendliche und junge Erwachsene für ein mögliches Engagement in den Gremien, Teams und Arbeitskreisen des Jugendverbandes berät und unterstützt. Mit dieser Umwandlung des Wahlausschusses sowie der Einrichtung der Projektarbeitskreise wurden die im Frühjahr beschlossenen Strukturveränderungen der Kolpingjugend umgesetzt. Der Jugendverband verfolgt damit konsequent eine Anpassung an zeitgemäße Formen für ehrenamtliches Engagement und nimmt notwendige Weiterentwicklung der Strukturen vor.

Die Diözesankonferenz der Kolpingjugend tagt zweimal jährlich, in ihr werden die 7.000 Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vertreten, welche Mitglied in den 264 Kolpingsfamilien im Bistum Münster sind.

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