Verantwortungsträger sensibilisieren und stärken

Diözesanvorstand beschließt Präventionskampagne

Mit einem Beschluss zur Umsetzung von gleich zwei Kampagnen zur Prävention von sexueller Gewalt startete der Diözesanvorstand in seiner ersten Sitzung nach der Diözesanversammlung. Die Vorfälle von sexueller Gewalt in Einrichtungen und Organisationen aus dem Bereich der (kirchlichen) Kinder- und Jugendarbeit in den vergangenen Jahren sowie die erlassene Präventionsordnung des Bistums Münster waren Anlass für die Planung für 2013.

„In unserem Diözesanverband arbeiten mehrere tausend Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit. Uns ist es ein wichtiges Anliegen diese Verantwortungsträger für ihre Aufgaben fit zu machen, damit sie diese Übergriffe erkennen, für das eigene Handeln sensibilisiert sind und kompetent handeln können“, so Diözesanvorsitzender Harold Ries am vergangenen Samstag. Selina Kraskes, Diözesanvorstandsmitglied, Diözesanjugendleiterin und verantwortlich für die Arbeit des Teams für Aus- und Fortbildung der Kolpingjugend, ergänzt: „Die Präventionsordnung des Bistums sowie die zugehörigen Ausführungsbestimmungen sehen klare Rahmenbedingungen vor. Wichtig ist für uns vor allem, dass es sich bei den Schulungen um eine wichtige Qualifizierung handelt, die Verantwortliche schützt und in ihrer Rolle bestärkt, sich für das Wohl von Kindern und Jugendlichen einzusetzen.“

Mit dem Beschluss werden die Mitarbeitenden des Kolpingwerkes und seiner Einrichtungen zeitnah geschult, für die meist ehrenamtlichen Verantwortlichen in den Kolpingsfamilien und Kolpingjugend-Gruppen werden die in der Präventionsordnung des Bistums festgelegten Präventionsschulungen angeboten. Für Verantwortliche, die nicht zwingend an einer Schulung teilnehmen müssen, aber in ihrer Funktion als Vorstand einer Kolpingsfamilie auch Verantwortung für die Kinder- und Jugendarbeit tragen, werden 3-stündige Schulungen angeboten, welche vor allem auf die individuellen Fragestellungen und Tätigkeiten in der Kolpingsfamilie ausgerichtet werden. Über die genauen Vorgaben und Empfehlungen informiert die Präventionskampagne „gib8!“ der Kolpingjugend sowie eine Informationskampagne im Kolpingwerk. Das Thema wird sowohl in den Kreisversammlungen 2013, als auch in Verbandsmedien, auf der Vorsitzendentagung und Diözesanversammlung aufgegriffen.

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